FAQ Antwort

Wie kann ich die Faserrichtung von Papier bestimmen?

Papier besteht aus Einzelfasern, die aus Stoffen wie Holz oder Baumwollfaser gewonnen werden. Beim Papierherstellungsprozess auf einer Langsiebmaschine (der üblichsten Maschine) richten sich die Fasern in der Richtung des vibrierenden Drahtsiebs aus, auf dem das Papier entsteht. Dies nennt man die Maschinen- oder Faserrichtung. Beim Durchlaufen der Maschine auf einem vibrierenden Sieb tendieren die Fasern dazu, sich in der gleichen Vorwärtsrichtung parallel zum Geflecht oder den Seitenkanten des Papiers auszurichten. Dies nennt man die Faserrichtung.

Die Faserrichtung des Papiers ist beim Buchbinden wichtig, weil Papier dabei gefaltet und gefalzt wird. Beim Buchbinden sollte das Papier immer so gefalzt werden, dass die Faserrichtung parallel mit der Falzung und dem Buchrücken verläuft. Parallel zur Faserrichtung ist das Falzen einfacher und das Papier wird nicht so schnell „brüchig“, was zu einer ungleichmäßigen Falzung und damit dicken Bindekante führen würde. Auf diese Weise lässt sich leichter umblättern, und die Seiten bleiben offen und flacher liegen.

Papier wird als „Schmalband“ bezeichnet, falls die Faserrichtung parallel zur langen Papierkante verläuft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, in welche Richtung die Faser verläuft, lässt sich diese anhand einiger Methoden feststellen. Wenn die Faserrichtung stark genug ausgeprägt ist, lässt sich diese „erfühlen“. Nehmen Sie das Blatt Papier in ihre Hände und biegen Sie das Papier sanft auf die Mitte zu, erst in die eine, dann in die andere Richtung. Die Richtung, in die sich das Papier einfacher und mit weniger Widerstand biegen lässt, ist die Faserrichtung.

Grain Direction

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