FAQ Antwort

Wie wähle ich das richtige Papier für Graphitbleistifte?

Raul Salas

Die Auswahl von Papier für Schraffierungen hängt von der Art des Bleistiftes, dem gewünschten Dunkelheitsgrad, der Schraffurtechnik und der Ausdrucksstärke der gewünschten Schraffurtechnik ab.

Dabei ist es wichtig, je nach gewünschtem Effekt die richtige Papieroberfläche zu wählen, mittel oder glatt. Als Daumenregel gilt, dass sich mit einer mittleren oder texturierten Oberfläche eine einheitlichere, intensivere Schraffierung erzielen lässt als auf einer glatten Oberfläche.

Scrollen Sie bei diesem Beitrag nach unten, wenn Sie eine Schraffierungstabelle zum Ausdrucken herunterladen möchten. Drucken Sie diese Tabelle auf unterschiedlichen Zeichenpapieren aus, um die verschiedenen Methoden auf den unterschiedlichen Texturen auszuprobieren. 

Graphitbleistifte

Um Graphitbleistifte herzustellen, werden Graphit und Ton aufgerieben und vermischt, und dann in Holz gefasst. Der Graphitanteil an der Tonmischung bestimmt die Härte des Bleistifts und Dunkelheit der Bleistiftmarkierung. Bleistifte gibt es in den Härtegraden 9H (am härtesten) bis zu 9B (am weichsten).  Die weicheren Bleistifte erzeugen breitere, dunklere Striche, die härteren Bleistifte präzise, hellere Striche. H steht für Härte, B für Black, auf Englisch Schwärze. Manche Bleistifte werden mit F für Feine Linie gekennzeichnet. F liegt zwischen B und H.

Schraffurtechniken

Beim Schraffieren wird der Bleistift auf verschiedene Weise aufgetragen, um Tonalität zu erzeugen. Es gibt vier grundlegende Schraffierungsmethoden:

Graphite Shading

Schraffur: Dunkle Töne (Schraffierung) entsteht durch das Auftragen von parallel verlaufenden Linien. Je dichter die Linien geführt werden, desto gleichmäßiger wirkt die Schraffierung.

Kreuzschraffur: Hier besteht die Schraffur aus einer Reihe sich überkreuzender Linien. Die Linien überkreuzen sich in verschiedenen Winkeln. Die Linien können geradlinig, unregelmäßig oder kreisförmig verlaufen.

Wischen: Schattierungen entstehen durch Verwischen der Bleistiftlinien. Verwischen Sie damit das Graphit mit Ihrem Finger, einem weichen Tuch oder einer Estompe.  

Tüpfeln: Eine Reihe von Punkten lassen die Schattierung entstehen. Je dichter die Punkte zusammenliegen, desto dunkler wirkt die Schattierung.

Wie schraffiert man

  1. Halten Sie den Bleistift ungefähr in einem Winkel von 45º. Beim Schattieren wird die Seite der Bleistiftspitze verwendet.
  2. Sie können den Bleistift vom Handgelenk oder von der Schulter aus bewegen. Dabei entstehen jeweils unterschiedliche Markierungen. Wenn Sie den Bleistift vom Ellbogen und der Schulter aus führen, entstehen größere Striche, die ausdrucksstärker geführt werden können. Dieser Ansatz wird gewöhnlich für größere Zeichnungen verwendet. Wenn Sie den Bleistift vom Handgelenk führen, sind die Striche kleiner und weniger ausgeprägt. Dieser Ansatz wird gewöhnlich für kleinere Zeichnungen verwendet.
  3. Je mehr Sie den Bleistift während der Schattierung aufdrücken, desto dunkler ist die Markierung und somit auch die Schattierung. Je weicher der Bleistift, desto dunkler die Markierung.  

Wie entsteht eine gleichmäßige Schattierung

  1. Beginnen Sie mit einem leichten Aufdruck. Erhöhen Sie den Druck, wenn Sie die Bleistiftstriche überkreuzen.
  2. Verwenden Sie bei den Strichen unterschiedliche sich überkreuzende Winkel und Richtungen. Wenn Sie in verschiedenen Winkeln und Richtungen überkreuzen, wirkt die Schattierung noch leuchtender.

Papier mit texturierter oder glatter Oberfläche

Je glatter das Papier ist, desto schwieriger ist es, eine gleichmäßige Schattierung zu erzeugen. Auf einer glatten Oberfläche lassen sich keine so guten Tonalitäten (Schattierungen) erzeugen wie auf texturierten Oberflächen. Zum Schattieren wird meist Papier mit einer texturierten Oberfläche gewählt, da die Textur das Schattieren erleichtert und eine bessere Tonalität erzeugt werden kann, die sich einfacher auftragen lässt.

Papier mit glatter Oberfläche

Ohne Wischen ist es schwierig, auf glattem Papier eine einheitliche Schattierung zu erzielen. Glattem Papier fehlen die Aufrauhungen von texturiertem Papier. Daher ist eine einheitliche, feine Schattierung nur schwer zu erreichen.

  1. Verwenden Sie einen weichen Bleistift - 2 B oder noch weicher.
  2. Tragen Sie den gewünschten Schatten auf.
  3. Verwischen Sie ihn gleichmäßig.
    1. Variation: Tragen Sie Bleistift auf ein Stück Schmierpapier auf, bis die Schattierung schwarz ist. Reiben Sie Ihren Finger, ein Tuch oder eine Estompe in die schwarze Schattierung. Tragen Sie das Graphit dann mit Ihrem Finger, dem Tuch oder der Estompe direkt auf Ihr Zeichenpapier auf. So entsteht auf glattem Papier eine gleichmäßigere Schattierung.

Texturiertes Papier

Die Oberfläche von texturiertem Papier sollte man sich dreidimensional vorstellen, mit Gipfeln und Tälern wie eine Bergkette. Um eine gleichmäßige Schattierung zu erzielen, müssen die Gipfel (die Papiertextur) von allen Seiten mit Graphit umgeben werden. Damit entsteht nicht nur eine gleichmäßigere Schattierung, sie ist auch viel einfacher zu erzielen und hat eine bessere Tonalität.

Je mehr man aufdrückt und je weicher der Graphitbleistift ist, desto tiefer dringt das Graphit in die Faser (das bildliche Tal) des Papiers ein und es entsteht eine immer dunklere Schattierung. Wünschen Sie eine weichere Schattierung, so können Sie die Schattierung auch verwischen.

Visuell gesehen unterscheidet sich direktes Schattieren von Verwischen dadurch, dass durch Verwischen im Allgemeinen eine glattere, gleichmäßigere Tonalität entsteht, die jedoch nicht zu luminös ist, da das Graphit in die Faser der Papieroberfläche gedrückt wird.

Texturiertes Papier von Strathmore

Je höher der Oberflächengrad des texturierten Papiers, desto tiefer und gleichmäßiger ist die Schattierung. Alle Papiere der Strathmore-Serien 200, 300, 400 und 500 erzeugen gleichmäßige, satte und intensive Schatten, bei den Papieren der 500-Serie ist die Schattierung am gesättigtsten und tiefsten.

DrawingStrathmore medium Drawing Surface Paper
Gleichmäßige Oberfläche mit einer mittleren Textur. Die zufällig strukturierte Oberfläche sorgt für subtile, satte Schatten, die mit ihrer hohen Leuchtkraft und Zartheit Ausdrucksstärke zeigen.
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BristolStrathmore Bristol Vellum
Zufällig strukturierte Oberfläche von mittlerer, etwas rauerer Textur (Die Gipfel und Täler sind etwas weiter als bei Zeichenpapier). Dadurch eignet sich dieses Papier auch für sehr weiche Graphitbleistifte. Erzeugt sehr ausdrucksstarke Schattierungen, ist aber nicht so fein wie Strathmore Medium Surface Drawing Paper.
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Charcoal

Strathmore Paper Charcoal
Traditionell „gekörnt“. Erzeugt Schattierungen, die das „mechanische“ Muster der gekörnten Oberfläche reflektieren.
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PastelStrathmore Paper Pastel
Tiefere Oberfläche mit mittlerer Textur. Ausgeprägtere Höhen und Tiefen, die enger zusammenliegen als bei der Oberfläche von Bristol Vellum. Ist für weichere Bleistifte geeignet, ohne zu verschmieren.
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Mixed MediaStrathmore Paper Mixed Media
Gleichmäßige Oberfläche mit einer mittleren Textur. Dieses Spezialpapier weist die Eigenschaften von Aquarellpapier auf und eignet sich gut für Nassmedien, hat aber die Oberfläche von Vellum-Zeichenpapier. 
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Illustration BoardStrathmnore Illustration Board und Illustration Board for Wet Media Vellum Surface
Eine weiche Vellum-Oberfläche. Die raue Textur eignet sich ideal für subtile und gleichmäßige Schattierungen. 

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Glattes Papier von Strathmore

Die Papiersorten Strathmore 500 Series Plate Drawing oder die Plate Bristol Papers sind unsere glattesten Papiere. Je glatter das Papier ist, desto schwieriger ist es, eine gleichmäßige Schattierung zu erzeugen. 

Glattere Oberflächen eignen sich ideal für feine Linien, Druckbleistifte und Feder- und Tintenzeichnungen. Die folgenden Papiersorten haben glatte Oberflächen:

400 Series Drawing Smooth
500 Series Drawing Plate
500 Series Bristol Plate
500 Series Plate Illustration Boards 

Laden Sie unten unsere kostenlose Schattierungstabelle zum Ausdrucken herunter. Drucken Sie die Tabelle auf verschiedene texturierte Papiersorten aus, die auf 21.9 x 28 cm zugeschnitten wurden. So können Sie jede Methode ausprobieren und feststellen, wie sie sich auf jedem Papier unterscheiden:

PRAXIS-DIAGRAMM FÜR GRAFITSCHATTIERUNGSTECHNIKEN

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